Die Zweierwette In voller Breite wird zu diesem Thema noch mehr zu sagen sein. Hier starten wir mit einem - einfachen - Einstieg in die Mathematik. Nein, keine Sorge, Ihren Titel “Dr. Quot” dürfen Sie behalten. Nun geht es um die ersten beiden Streifen auf Ihrer Uniform. Ich möchte über die Zweierwette Ihnen die Berechnung von Einsätzen nahe bringen. Weiterführendes - und das wird mit dem hier Erfahrenen leichter - behandele ich bei der Dreierwette - demnächst. Am Ende folgt hier ein Statement zur Frage, wie man die EW sinnvoll einsetzt.
Die Zweierwette (oder Einlaufwette) an sich, ist die Vorhersage der Pferde, welche als erstes und als zweites im Ziel sind. Dabei ist die Reihenfolge genau vorherzusagen. Beim Galopprennen in Deutschland gibt es keine Zwillingswette = Reihenfolge egal. Und das ist gut so.
Am naheliegendsten ist wohl, nur eine Wette abzugeben. Eine Wette sagen wir mal 2 vor 5. Der Mindesteinsatz beträgt derzeit 1,50 €. Der Höchsteinsatz bemisst sich allein nach Ihren Möglichkeiten. Bei all den folgenden Überlegungen gehe ich aber nicht vom Einsatz aus, sondern nur von der Anzahl der getätigten Wetten bzw. von der Bestimmung der Anzahl der Wetten.
Vielfach halten es die Wetter für nötig, die Einlaufwette “hin und zurück” zu wetten. Also zwei Wette abzugeben. Hier also nicht nur 2 vor 5 sondern auch 5 vor 2. Da ich von der These ausgehe, dass eine Zweiwette eine verfeinerte Siegwette ist - Sie haben sicher gelesen, dass ich normalerweise mir nur einen Sieger heraussuche - sehe ich diese Art als hinausgeworfenes Geld an. Aber das lassen wir erstmal zur Seite und beschäftigen uns nun mit der sogenannten Kombinationswette. Das ist eigentlich nichts anderes als eine grössere Anzahl von Wetten in vereinfachter Form zu Papier gebracht.
Es ist sicher nicht besonders schwer festzustellen, wieviel Wetten ich abgebe, wenn ich ein Pferd an die 1. Stelle stelle (ankreuze bzw. ausmale) und eine bestimmte Anzahl von Pferden als Zweite “anhänge”, also in die 2. Spalte schreibe. Sie können theoretisch so viel Pferde in die erste oder 2. Reihe (identisch mit der vorhergesagten Platzierung) schreiben, wie Pferde vorhanden sind. Wenn Sie ein Pferd (z.B. die “2”) an die erste Stelle fest setzen und vier Pferde an die Zweite, dann haben Sie 4 Wetten abgegeben. Nein, ich halte Sie nicht für blöd. Nur irgendwie müssen wir ja anfangen. Wenn Sie ein Pferd an die 1. und das gleiche Pferd in die 2. Reihe setzen (anstreichen), dann heisst das für den Rennbahncomputer, dass dieses Pferd erster oder zweiter werden muss. Sonst wäre die Wette schon von vornherein verloren. Wenn Sie nun 4 Pferde auf “KOMBI” (! sonst weiss der Computer nicht, dass die “2” “gestellt” wird) schreiben, dann haben Sie 8 Wetten abgegeben. Nicht das ich Sie verdummen will, aber hier die Erklärung, weil ja nicht jeder mit Zahlen so gut umgehen kann wie Sie: Sie haben 4 Wetten mit der “2” als ersten und vier Pferden auf dem zweiten Platz gewettet und dann aber auch die 4 Pferde als ersten und die “2” als zweiten. OK? Klar!
Nun wird es etwas komplizierter. Was ist, wenn Sie nicht nur ein Pferd auf dem 1. und/ oder 2. Platz “stellen”, sondern 5 Pferde tippen wollen und es egal sein soll, wer von den 5 Pferden Erster oder Zweiter werden soll? Also ich will keinen langweilen, aber es gibt genügend Leute, die wissen es halt nicht. OK, gehen wir es mal logisch an und vergessen die Pferde. Sie machen mit Ihren Freunden Jan, Hein, Claas und Pit (die älteren Norddeutschen werden schmunzeln. Es kommt ein Seemannslied aus den Kindertagen in Erinnerung “Jan und Hein und Claas und Pit, die haben Bärte die fahren mit...”) einen Wettlauf und es kommt vorher die Frage auf, wieviel Varianten es den für die ersten zwei Plätze an möglichen Einläufen gibt. Bevor Sie dies ausdiskutieren: eines ist klar, es gibt 5 mögliche Sieger. Laufen Sie einfach los. Sehen Sie, Sie sind der Erste im Ziel. Sie drehen Sich um und Ihnen fällt auf, es kommen noch 4 Personen für den zweiten Platz infrage: Jan oder Hein oder... ok ist schon klar. Ja und damit ist die Formel für eine Zweierwette auch schon klar: die Anzahl der Pferde auf dem ersten Platz werden mit der Anzahl der möglichen Pferde auf dem zweiten Platz multipliziert. Auf dem zweiten Platz kommt einer weniger als für den Sieg infrage. Also 5 mal 4 = 20. Fertig! 20 Wetten sind möglich. Wir spielen das mit 3 Pferden zur Kontrolle durch: 3 mal 2 = 6. Prüfung: 1-2, 1-3, 2-1, 2-3, 3-1 und 3-2. Lachen Sie bitte nicht, ich habe mal einem Buchmacher versucht so etwas nahe zu bringen, weil er dies seinem Programmierer klar machen musste. Das mit der Zweier hat er ja noch verstanden, aber das mit der Dreier- und das mit der Schiebewetten, nee, der denkt glaube ich heute noch drüber nach.
Vielleicht haben Sie mal irgendwo gelesen, wie man berechnen kann, wieviel Tipps auszufüllen wären, um 6 Richtige im Lotto zu haben. Das war so ähnlich, nicht wahr: 49 * 48 * 47 * 46 * 45 * 44 (also die maximale Zahl und dann für jede weitere zu ziehende Zahl eine um 1 verringerte Zahl, bis 6 Zahlen gezogen). Ja und da haben Sie gelesen, dass dieses Ergebnis dann geteilt wird durch 1*2*3*4*5*6. Stimmt. Wenn die Reihenfolge der Zahlen egal ist, dann müssen Sie dies mit der Anzahl der zu ziehenden Zahlen von “1” beginnend multiplizieren und dann das erste Ergebnis durch das zweite teilen. Dann kommen Sie auf eine Zahl von über 13.000.000 Varianten im Lotto. Da wir beim Galopprennen aber keine “Zwillingswette” kennen, brauchen und können wir nicht durch 1*2 teilen. Also Ihre Chance auf 6 im Lotto (ohne Superzahl!) ist 1 zu über 13 Millionen!!!! Wie einfach ist es dagegen eine Zweierwette beim Pferderennen zu treffen: Selbst beim Derby, wo ja maximal 20 Pferde starten, ist die Chance 1:380. Na, da hat man ja fast schon gewonnen... Nicht ganz so viel, aber öfter....
Das wär´s? Nein, nicht ganz. Da gibt es noch die Wettart “Pappnase”. Kennen Sie nicht? Na, noch nie beim Buchmacher gewesen und geguckt was man da so für ein Blödsinn vor lauter Verzweiflung wettet? Da gibt es - und oben besagter Buchmacher kann das bestätigen - Leute, die setzen grundsätzlich alle ungeraden Pferde auf den ersten Platz und alle geraden auf den Zweiten, oder andersherum. Echt! Habe ich selbst schon gesehen. Ich komme bei der Dreierwette noch mal auf die Pappnasenwette zurück. Da wird’s noch lustiger! Ja, und da hat mich dann mal einer gefragt, was kostet das denn? Ist doch einfach: 12 Pferde laufen. damit hat Herr Pappnase 6 Pferde auf dem ersten Platz und sechs - Achtung! - andere Pferde auf dem zweiten Platz. Nun, das ist ganz einfach. Haben Sie ein Pferd auf dem 1. und eines auf dem 2. rechnen Sie 1*1=1, haben Sie ein Pferd auf dem 1. und zwei (andere) auf dem 2., dann rechnen Sie 1*2=2, haben Sie 2 auf dem ersten und 2 (andere) auf dem zweiten, dann rechnen Sie 2*2=4. Und bei 6 + 6 Pferden rechnen Sie 6*6= 36, ist die Frau auch noch so fleissig... damit werden Sie nicht reich!
Und dann noch die Frage, wollen Sie wirklich Einlauf wetten oder macht Sieg nicht doch mehr Sinn? Das hängt ganz von den Quoten ab. Und nun werden Sie meinen Quotenrechner brauchen oder irgendwie anders ein Gefühl für mögliche Quoten zu bekommen. Nehmen wir mal an, in einem Rennen laufen 6 Pferde und die EVQ (Eventalquoten) wären auf die 1= 20, auf die 2= 24, 3= 39, 4= 125, 5= 188, 6= 375:10. Sie wollen die “1” auf dem 1. Platz wetten. Wie wären die Quoten mit den anderen Pferden (voraussichtlich und ohne Garantie): 1-2= (EVQ 20 und 24) Einlaufquote 36:10. 1-3= 58, 1-4= 187, 1-5= 282 und 1-6= 562. Also zur Klarstellung: wenn das Pferd was 20 zahlen würde gewinnt und das Pferd was 39 (auf Sieg) zahlen würde, sollte die Einlaufwette etwa 58 zahlen, siehe die Zeile drüber. Also eines ist klar, machen Sie nur eine Wette, dann zahlt diese immer mehr als die Siegwette (obwohl, ich habe auch schon Pferde vor der Apotheke habe kotz... gesehen). Wie ist das aber den nun, wenn ich zwei Pferde anhänge. Habe ich dann immer mehr, als wenn ich das ganze Geld auf Sieg setzte? Nein oder es kommt darauf an! Nehmen wir an, Sie überlegen ob Sie 20 € Sieg auf die 1 wetten oder je 10 € auf 1-2 und 1-3 als Einlaufwette. Dann erhalten Sie bei der Siegwette 40 € zurück wenn die “1” gewinnt und haben nicht das Risiko, dass die 4, 5 oder 6 Zweiter wird. Wenn 1-2 kommen erhalten Sie bei der Zweier- oder Einlaufwette 36 zurück und bei 1-3 58 €. Was ist nun besser? Das müssen Sie ganz allein entscheiden. Je höher die Siegquote desto besser ist SIEG! Das kommt wirklich darauf an, was Ihres Statistik sagt. Wenn Sie danach gewinnen, dann machen Sie alles richtig! Wissen Sie was die Quotengeier (so nenne ich die) machen? Die wetten, weil sie an die 1 glauben und auf einen hohen Gewinn hoffen: 1-5 und 1-6. Wenn dann einer der beiden letzten Aussenseiter “kommt”, dann bekommen die für Ihre 10+10 Euro mindestens 282 € wieder. Kommt selten? Nun, manchmal hat “der Göntsche” ja doch Recht, mit seinen “kleine Felder, grosse Gelder”. Nur ist der Spruch eigentlich falsch. Eigentlich müsste es heissen “wenn´s Starterfeld klein, kommt was Dummes mit rein”. Damit will ich sagen, bei einem grossen Feld, ist in aller Regel die Pace korrekt. Bei einem kleinen Feld, wird sehr oft aus rein taktischen Erwägungen heraus ein total falscher Takt angeschlagen. Da will keiner in Führung gehen, weil er damit anderen Windschatten gibt und so am Ende ein geschontes Pferd vorbeigehen lassen müsste. Ausserdem lassen sich Pferde hinter oder neben einem Pferd besser dirigieren, vorne gehen Pferde leichter gegen Reiters Hand, soll heissen, sie lassen sich nicht zügeln. Sie sehen es bei kleinen Feldern öfter: gleich nach dem Start ist keiner schneller als beim Aufgalopp. Manche Zuschauer pfeifen. Na das wird so ein Ding, dass kann ich Ihnen sagen! Also bei 5 oder 6 Pferden ist das mit dem “Quotengeier” eine Alternative. Ich wette bei kleinen Feldern so gut wie nie. Aber da ich fast nur Dreierwetten abgebe, erkläre ich das “warum” dort - später.Neuer Text
Aktuell Ort Re
aufgeführte Quoten wurden mit TIpp getroffen
Tipp (Nichtstarter) Einlauf (Starter)
Sieg 2er Zwilling
* Hochrechnung
Legende: Zahl Treffer :10 - kein Gewinn x nicht wettbar