Diese Seite kann die folgenden nicht ersetzen. Sie ist aber ein guter Einstieg, damit man begreift, dass ein Schnellkurs nicht ohne Grund “Crash-Kurs”
genannt wird. Was Sie hier finden, sind Leserfragen und meine Antworten. Nicht sortiert, nur cronolosch abgelegt...
Anfrage 17.08.2011 von Kathrin K.:
Welche wetten können Sie mir denn empfehlen,also ich habe einige 3er Wetten versucht...aber leider lag ich meistens sehr knapp daneben.Jetzt gerade mache ich Siegwetten in den USA-Rennen!!!
Können Sie vom Pferderennen Leben??
Die Extra-Tipps für ihre RB-Kunden,wie besser sind die Tipps gegenüber denen die Sie für alle öffentlich machen?
Ist es da zu empfehlen auch mal ein wenig den Einsatz zu erhöhen?
Antwort:
erst einmal eine grundsätzliche Feststellung: von den Einsätzen der Wetter werden die Kosten für die Rennen (Rennpreise, Bahnerhalt, Gehälter, Steuern usw.) bezahlt. In D beträgt die Auszahlung 75% - lassen Sie sich nicht von Neunmalklugen irritieren. Zwar darf die Behörde (Landesregierung - Landwirtschaftsministerium in Absprache mit Finanzbehörde) den Rennvereinen einen höheren Abzug genehmigen, tut dies aber nur unter Auflagen und besonderen Bedingungen. Das Gesetz schreibt eine Steuer von 16 2/3 % vor, dazu hat es sich "eingebürgert", dass der Staat den Rennvereinen (RV) die Hälfte zusätzlich "gönnt". Früher hat der "Staat" den RV die Steuer zur Finanzierung der Rennen völlig zurückerstattet - seit den 80er Jahren nur rund 90% (der Teufel weiß, was die mit den paar Tausend € wollen) - vermutlich hat es den Staat (die BL) geärgert, dass man so mit den Geldern um sich schmeißt.
Die Finanzierung der Kosten ist in allen Ländern verschieden aber oftmals ähnlich. Das deutsche Muster gilt so gut wie weltweit, ganz anders ist es nur in Frankreich. Dort herrscht die PMU, darf und muss man mit Lotto vergleichen, nur dass die PMU landesweit agiert (in D Bundesländer) und eben mit Lotto nichts am Hut hat, sondern ausschließlich mit Pferderennen. In England sind Buchmacher - früher Einzelpersonen, heute Wirtschaftsunternehmen - am Werke, die den Rennbahnen hohe "Standgebühren" zahlen müssen. Wie die "Wirtschaftsunternehmen" heutzutage eingebunden sind, habe ich nicht weiter recherchiert, könnte aber ein Fingerzeig für die "deutsche Lösung" sein.
Die Kosten (= Abzüge) sind in der Relation überall ähnlich, woraus sich in der Folge der Kette verschieden hohe Rennpreise ergeben. Aus dieser Sicht ist es also so, dass der Durchschnittswetter 1/4 seines Einsatzes verliert. Da macht es wenig Sinn, aus diesen Gründen bestimmte Rennen (USA, England, Frankreich etc) zu wählen. Allenfalls kann man darüber nachdenken, ob es Manipulationen gibt und wo diese zu finden sind. So sind die Italiener überzeugt, dass ihre Reiter/ Fahrer "alle korrupt" sind. Wenn Sie meine Seite lesen, finden Sie dort Ansätze, die aber in meinen Augen mit Korruption nicht zu tun haben, sondern mit dem Schutz der Kreatur (keine Überforderung des Pferdes - nur zur Abschaffung der Peitsche kann man sich nicht entschließen. Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass ein Pferd per se ja stärker als ein Mensch ist und nur so einige Pferde "beherrscht" werden können, sprich die Leistung bereit sind abzugeben).
Eine ganz wesentliche Frage ist die des Wettverhaltens. Früher hat man hierzulande - wie die Engländer auch - Sieg und Platz gespielt. Dies war mehr oder weniger weltweit so. Die Dreierwette gab es vor 40 Jahren 2-3 mal am Renntag - so wie heute die Viererwette. Weltweit hat sich aber Lotto und ähnliches als größter Wettbewerber herausgestellt, so dass man seit jeher auf der Suche nach Großwetten ist. So wurde die Dreierwette ab den 70ern immer angeboten und sogar mit Lotto gemeinsam zum Rennquintett (seit 15 Jahren verstorben) ausgebaut. Die VW ist derzeit die "Krone" des dt. Wettgeschehens. In Frankreich gibt es einen Menge von verschiedenen Wettmöglichkeiten, die hier nicht lohnen würden, weil man die Einsätze ja nicht beliebig steigern kann, sondern nur anders verteilt. Die wichtigste Wette in Frankreich sieht - ähnlich wie das Rennquintett anfangs - vor, dass man 5 Pferde in der richtigen Reihenfolge (Fünferwette) vorhersagt. In Schweden herrscht (die auch hier versuchte, aber falsch aufgesetzte) V75 = (V) Verbindung von 7 (V7) Rennen bei denen die Sieger vorhergesagt werden müssen, wobei man wenigstens (V75) 5 Sieger treffen muss.
Wenn Sie meine Seite "Woll´n wir wetten" studieren, stellen Sie fest, dass ich empfehle mit der Siegwette anzufangen und als Anfänger es hin und wieder zu versuchen, einen Außenseiter zu erkennen und diesen mit "Platz" zu wetten. Man sollte sich genau beobachten und zur Wahrung der Objektivität (wir Menschen verwischen emotional alles rationale) Statistiken führen. Wetten ohne Statistik - wie immer die aussieht - ist wie eine Schlucht mittels einer wackligen Brücke zu überqueren, welche kein Geländer hat. Sprich: manchmal klappt es, aber man stürzt so oft ab, dass man irgendwann dies nicht überlebt.
Wenn man dann eine hohe Siegtrefferzahl erreicht und vor allem die Außenseiter im Griff hat (also die Frage, wie erkenne ich den "sicheren Sieger" und den "chancenreichen Außenseiter", dann sollte man sich an die Zweierwette und bald in Verbindung mit der Dreierwette (auch das habe ich als mein frühes Wetten beschrieben) heranwagen. Das wäre meine Empfehlung.
Kann ich - dazu sage ich natürlich nichts. Aber "man kann" von Pferdewetten leben. Aber es ist ein wenig wie das Fischen nach bestimmten Fischen. Allerdings sind die Wettmärkte in Deutschland nicht überfischt, sondern die Fischbestände reduziert, weil die Fischeier nicht ausgebrütet werden - sprich: die neuen Wetter ausbleiben, weil man nicht in der Lage ist, die Sportart so interessant zu gestalten, dass sich "alle Welt" dafür interessiert. Ein Profiwetter - also die paar Männiken in D - lässt sich aber nicht auf das Wagnis ein, in einem Rennen drei Risiken zu haben. Er beschränkt sich auf die Siegwette. Er sucht sich nur 1, 2, 3 oder maximal 4 Rennen heraus, bei denen er gute Ansätze hat, den Sieger zu kennen und dabei eine hohe Quote zu erzielen; manchmal mache ich auf meiner Seite den Grabbelbüdel voll. Dort stehen dann oft solche Pferde, die mehr als 40 zahlen und man gewinnt dann schon, wenn 1 von den 3 Siegern als erster ins Ziel kommt. Nur kneift dies ein wenig, denn natürlich werde ich hin und wieder mal ein Pferd nicht so anpreisen, wenn ich dadurch Gefahr laufe, dass ich die Quote von 40 und mehr auf 20 reduziere. Dann rechnet sich dies für mich nicht.
Die Profis wetten diese 1 - 3, selten 4 Pferde mit Beträgen um die 200 €. Und da haben wir wieder zwei Fragen mit einer Antwort erschlagen: Der Profi kann also mit 200 bis 600 € Gewinn pro Renntag rechnen. Allerdings sind 200 € schon so viel, dass die Siegquote auf 20 herunterfällt, wenn er seinen Einsatz gleich zu Beginn der Kassenöffnung oder gar vor Beginn des Renntages setzt. Sie werden beobachten, dass manche Pferde erst 20 Sekunden vor Rennbeginn als Favorit gehandelt werden. Hier ist dann oft schon zuviel Geld drauf - also z.B: weil 2-3 Profis genau das Pferd im Visier haben. Deshalb wettet man auch gerne bei Buchmachern, und dort auch erst kurz vor Start. Allerdings erkennen die Buchmacher die Profis und versuchen mit allen Mitteln, diese zu verjagen - z.B. durch Verweigerung der Auszahlung oder sonstigen Repressalien. Also: davon leben können heutzutage kaum noch Wetter. Denn die Einsätze sind so stark rückläufig und dazu ist die Buchmachertechnik so gut (früher hat der Buchmacher in seinen Büchern - darum Buchmacher - suchen müssen, wieviel auf welches Pferd gesetzt wurde, bevor er eine weitere hohe Wette annahm), dass Buchmacher manchen Profi pflegen und .... die Wetten abschreiben.
Zur Frage Tipps für RB-Kunden besser? Ja und nein. Ich gebe ja für alle Rennen Tipps, aber- siehe meine Seiten -wette selbst keine Rennen, bei denen die DW-Quoten niedrig sein werden. Grob gesagt: wenn ich 12 Wetten pro Rennen setze, aber - angenommen nur jedes 10. Rennen gewinnen würde - bräuchte ich ja das 120 fache des Einzeleinsatzes also eine Quote von 1.200 im Schnitt. Die Rennen, die ich den RB-Kunden gebe, ist also eine Auswahl der Rennen, bei denen ich mich engagiere. Natürlich ist es nicht so, dass meine Trefferquote bei den "öffentlchen Tipps" schlechter sein muss, als die der RB-Kunden-Tipps. Aber die Quoten sind erkennbar. Dennoch: die Mär, dass man mit Einsatzerhöhung (Verdoppelung oder andere Steigerungsfaktoren) in die Gewinnzone kommt, ist falsch. Die Wahrheit ist die, man fällt nur eher von der Brücke.... Die RB-Kunden-Tipps sind übrigens nicht "extra", sondern "exklusiv"; sprich: ich gebe einen Teil der Tipps allen, und zu besonderen Anlässen (Meetings, Hannover sind solche - aber nicht nur diese) lasse ich manche Tipps öffentlich offen und geben diese nur den RB-Kunden.
Ein Hinweis an den Anfänger: es ist völlig sinnlos, in einem Rennen von 2 verschiedenen Siegern auszugehen. Warum? Weil die Trefferquote auch bei nur einem Sieger pro Rennen kaum über 30% kommen wird, wenn Sie aber immer 2 Sieger tippen, kommen Sie schon nicht mal mehr auf 15%. Selbst nur hin und wieder 2 verschiedene Sieger... sehen Sie ja schon selbst ein. UND DESHALB der Hinweis: Natürlich habe ich auch hin und wieder Zweifel, ob Dieser oder Jener gewinnt. Ich entscheide mich bei solchen 1:1 Spielchen IMMER nur für einen Sieger. Denn ich mag zwar nur jedes 2. Mal treffen, das Risiko aber den doppelten Einsatz zu verlieren, ist ABSOLUT UNPROFESSIONELL. Es kommt -und diesen Hinweis mache ich gerne - vor, dass ich den "öffentlichen oder RB-Tipp" dann mit dem anderen möglichen Sieger ausstatte. Und so kommt es dann schon mal vor, dass meine Leser gewinnen, ich aber nicht....
Also nehmen Sie sich die Zeit meine Seiten alle durchzulesen. Einen Schnellkurs (Crashkkurs genannt) gibt es, aber der führt - wie der englische Titel schon sagt - zum Crash. Langsam an die Sache herangehen, mit kleinen Einsätzen (Sieg, Platz) und die Steigerung (Zweier und Dreierwette - die dann zwangsläufig zur Einsatzerhöhung führt) erst nach Erfolgen vornehmen. Halten Sie sich eine wenig an meine Tipps und beobachten Sie die Buchmacherquoten. Dann liegen Sie schon verdammt nah dran.
So, die zwei Zeilen sind ... viel eigentlich .. geworden. Stelle ich auch auf meine Seite, weil solche Fragen öfters kommen.
Viel Erfolg
Holger Mußwitz
PS.: Fehlerkorrektur mache ich auf der Seite: Inhalt hat aus Zeitgründen Vorrang vor Grammatik. Hoffe nur, dass ich - weil ich immer in Schachtel wie hier eingeschoben - denke, dass ich zwei Gedanken habe und einen Satz mal nicht zu Ende kriege. Aber das lesen Sie dann mal auf meiner Seite nächste Woche oder so nach - oder fragen noch mal...
Aktuell Ort Re
aufgeführte Quoten wurden mit TIpp getroffen
Tipp (Nichtstarter) Einlauf (Starter)
Sieg 2er Zwilling
* Hochrechnung
Legende: Zahl Treffer :10 - kein Gewinn x nicht wettbar