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Vorläufige Version - 10.04.2018 - muss noch überprüft werden

Auf dieser “Vorseite” bringe ich zunächst zwei Themen zur Sprache: 

Ein Grundgedanke 
Image des Pferderennsports

Den ersten Themenkomplexen “Grundgedanke” möchte ich mit folgendem Leitgedanken verbinden:
Es werden viele Talente geboren, aber nur wenige entdeckt.

Es ist egal, ob wir uns im Themenkreis Mensch oder Pferd bewegen, um meine These mit einem Beweis zu versehen und damit zum Fakt zu machen. Beim Themenkreis Pferd kann man die These an einem ganz berühmten Beispiel beweisen: Sea Biscuit. Viele wissen schon, was gemeint ist, haben verstanden. Sie noch nicht? Nun gut, Sea Biscuit ist ein Rennpferd oder besser: es wurde geboren um ein Rennpferd zu sein. Die wahre Geschichte spielt in 1935 ff. Weder 1935 noch 1936 gewann das Pferd ein Rennen. Man, speziell der Trainer, erkannte nicht, welches Potential in dem Pferd steckte. So wurde es im Training gegen ein vermeintlich besseres Pferd eingesetzt, um gegen dieses zu verlieren und damit das Selbstvertrauen des anderen Pferdes zu stärken. Man könnte auch sagen, Sea Buscuit hat es gelernt zu verlieren. Es war kein Rennpferd, es lief nur in Pferderennen ... mit. 

Sicher war für die Beurteilung des Pferdes durch den Trainer ausschlaggebend, dass das Pferd nicht dem Ideal eines Vollblüters entsprach. Es hatte kurze Beine mit knubbligen Knien. 1936 sah ein „kleiner“ jobloser Trainer das Pferd und war sofort überzeugt, dass es dieses Pferd zu etwas ganz Großem bringen könnte. Er überredete einen Pferdemann, der in Saratoga im Staate New York weilte, weil er für seinen Freund, Bing Crosby (I´m dreaming for a white christmas) ein Pferd kaufen sollte, jenes Pferd, mit dem Namen Sea Biscuit für sich selbst zu kaufen und es ihm in Training zu geben. Howard, so hieß der Pferdemann, kaufte das Pferd für 8000 $. Der Trainer verbrachte seine Zeit - davon hatte er ja viel - mit dem Pferd und ging ganz individuell auf es ein. Dann war der Tag gekommen, an dem es auf die Rennbahn gehen sollte und versuchen sollte, sein erstes Rennen zu gewinnen. Es sollte gewinnen mit einem Jockey, den man auch nicht für einen „Besseren“ hielt. Das Wunder geschah und das Pferd gewann. Doch damit nicht genug, es wurde weiter und weiter aufgebaut um dann auch in den großen Rennen in Amerika zu gewinnen. Und es gewann und gewann und gewann. Nur ein Gegner stand aus. Ein Gegner, der für unschlagbar gehalten wurde. „War Admiral“ wurde herausgefordert und geschlagen. 

Suchen Sie Beweise beim Menschen? Wie wäre es mit Ihnen? Wurden Sie jederzeit von jedermann richtig beurteilt, richtig eingeschätzt? Wurden Sie unterschätzt? Hätten Sie mehr erreichen können, wenn man Ihnen mehr Vertrauen entgegen gebracht hätte, mehr zugetraut hätte? Haben Sie sich alles das, was Sie erreicht haben sich selbst zugetraut? 

Wenn Sie kein Beispiel sind, wie sieht es in Ihrem Umfeld aus? Kennen Sie jemanden, dem Sie eine Sache niemals zugetraut haben? Hoffentlich befindet sich dieser Jemand noch in Ihrem Umfeld, sonst haben andere den Nutzen und Sie den Schaden. 

Sehen Sie, und so ist das mit den Pferden, den Trainern und mit den Jockeys. Wir urteilen oft nach Herkunft, Image, Äußerlichkeiten. Doch erst wenn wir das Individuum wirklich kennen gelernt haben, wenn wir ihm eine Chance, eine echte Chance gegeben haben zu beweisen, was er kann, wissen wir, wie wir ihn einsetzen können, welche Talente er hat und so weiter und so fort. Daran denken Sie, wenn Sie die Kapitel das Pferd, der Trainer und der Jockey lesen. Und immer wieder werden Sie bestätigen: 

es werden viele Talente geboren, aber nur wenige entdeckt.

Image des Rennsports
Ich bin etwas traurig, dass “unser” Sport so wenig Beachtung in der Öffentlichkeit findet. Haftet dem Rennsport ein Image an, welches man mit “wer wettet, der betrügt” umschreiben kann? Aha, hat Ihre Mutter auch immer gesagt. Dies wird vollkommen zu Unrecht so bewertet. Ein ganz bedeutender Staatsmann, Churchill, hat einen viel treffenderen Hinweis gegeben, der trotz alledem reichlich überzogen ist: “alle Ganoven sind auf der Rennbahn, aber nicht alle auf der Rennbahn sind Ganoven”. Wem ist eigentlich klar, dass der Umsatz im Rennsport in Deutschland gegenüber z.B. dem Lotto verschwindend gering ist! Lotto schüttet 2 mal in der Woche bis zu 70 Millionen Euro aus, was einem Umsatz von 140 Millionen entspricht, an einem Renntag im “Westen” werden kaum eine Million, ja manchmal keine halbe Million Euro umgesetzt. Dabei ist der Westen - allen voran Köln - die Galopp-Hochburg in unserem Lande. Sind Lottospieler denn Betrüger? Galopprennen finanzieren sich mit Wetten, zugegeben, aber dafür gibt es 5 Stunden dynamische Unterhaltung. Erleben Sie die Zuschauer auf der Rennbahn. Spaß pur. Haben Sie einen Lottospieler am Fernseher gesehen, der, nachdem das Ziehungsgerät die Richtung zweck Aufnahme einer Gewinnzahl ändert, aufspringt und ruft: “42, komm, 42, geh´vorbei”?. Spätestens nach der 4. Zahl ist seine Gewinnchance mangels bis-dato-Treffer dahin und er schweigt. Beim Galopprennen fiebert jeder vom Start bis ins Ziel mit. Und selbst wenn sieben Rennen nichts getroffen, im 8. ist es noch möglich - ja bis zum letzten Rennen alles drin. Keine Million, aber 30.000 oder gar 50.000 €, ja das kann auch beim Pferderennen vorkommen. Aber reichen nicht ein paar Hunderter fürs Erste? Da werden Emotionen freigesetzt: “komm Andrasch”; “geh, geh, geh, Subi, geh” oder der Nostalgie-Ruf “EEEErwiiin” und Schindler winkt zurück. Da geht auch mal ein Trainer baden (und zwar in dem See durch den tatsächlich Rennpferde laufen!) weil der Besitzer ihn nach dem (Derby-) Sieg reinschubst. Ist es nicht merkwürdig, dass in Asien (Hongkong, Japan) die Rennbahn gefüllt ist, wie die Fußballstadien in Deutschland zu allerbesten Zeiten und hier oft nur dreitausend Personen? Ich war in Miami und konnte dort täglich entweder zum Hunde- (zum jaulen!) oder zum Pferderennen gehen. Und unsere Nachbarn in Frankreich oder auf der “Insel”? An jeder Ecke ein Wettbüro und nichts ist dabei, wenn man in der Mittagspause mal kurz einen wettet oder im Radio die Reportage anhört. Warum soll das hier nicht gehen?

Wussten Sie, dass in aller Regel bei Glücksspielen (Lotto, Klassenlotterie) nur die Hälfte des Einsatzes als Gewinn ausgeschüttet wird? Wussten Sie, dass beim Galopprennen 75% an Gewinn ausgeschüttet wird? Tja, warum spielen Sie dann noch Lotto, oder glauben sie immer noch an die Million oder an den Osterhasen oder so..
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