Vor wenigen Wochen schlugen die Wellen hoch. Es fiel auf, dass manche Siegquoten nach Zielankunft nach kurzer Zeit in den Keller rutschten, nein man muss sagen absckten! Es entstand der Verdacht, dass man bei PMU nach Zielankunft noch wetten konnte - oder eine andere Art der Manipulation vorlag.
PMU erklärte - wie auch Wettstar - erklärte daraufhin, dass dies daran gelegen hat, dass aus manchen Annahmestellen die Daten so langsam herüber kamen, dass einige Umsätze die vor dem Start getätigt worden seien, erst nach dem Zieleinlauf bei PMU eintreffen. Schon diese Erklärung war lächerlich. Denn wenn erst nach dem Zieleinlauf die Siegquote sinkt, ist es doch merkwürdig, dass gerade jene Umsätze so spät kamen, welche auf den Sieger lauteten. Das Wort ZieleinLAUF könnte man anders lesen:: Lauf .... FauL... oder?
Nun, PMU wollte nun so agieren, dass man diese Annahmefrist für diese Annahmestellen verkürzen werden und dadurch sein das Problem gelöst. Ich würde mich weniger wundern, wenn Ostern in meinem Garten ein Hose hoppelt, als wenn das Problem gelöst wurde.
Und so war es dann am 26. März 2018, als ich mir just in dem Moment des Zieleinlaufs die verfügbaren SiegEV-Quoten notierte, weil ich mit meinem Quotenrechner gerne die Quoten nach dem deutschen Muster errechne um mir immer wieder selbst zu bestätigen, dass man in Deutschland meist höhere Quoten bekommen hätte - dazu hatte ich den Einlauf ja vorhergesagt! Zu diesem Zeitpunkt war die SiegEVquote 10 (:1) für den Sieger und 15:1 für den Zweiten. Es mag 60 oder auch 90 Sekunden gedauert haben, als die SiegEVQuote des Siegers auf 79 fiel. Die des Zweiten (und soweit erkennbar die der folgenden Pferde ebenfalls) blieben stehen. Huch, wie geht das? Da sollen also in den letzten 20, 30 Sekunden rund 28% der Umsätze getätigt worden sein, die vorher schon auf dem Sieger lagen? Wieso gehen die Siegquoten nicht um 50% nach oben? GIbt es da noch einen Hellseher?
Und da ist noch etwas, was den Eindruck macht, dass entgegen den Beteuerungen von PMU NICHT NACH DEM ZIEL auf den Sieger Gelder platziert werden. Wieso gehen die Quoten der Sieger immer nur nach unten? Die müßten doch auch sehr oft nach oben gehen! Wollen die uns verarschen, pardon, verpopo-en? Oder wie kann man dieses "Phänomen" erklären? Ich warte....
09. November 2018
- Neuer Artikel am Beispiel vom 4. Rennen in Dortmund von heute PMU hält die Wetter weiter zum Narren!
SIe kennen die Story wohl - hoffentlich - schon. Die Siegquote eines Pferdes kann man "just-in-time" ablesen. Bei PMU ist just-in-time eher "don´t believe ist". Bis zum Start sind die EVQ (SiegEVentualQuoten) eingeblendet, zeitweise notiere ich mir diese unmittelbar vor dem Start - 147 zahlte JL Siliverio bei der letzten EInblendung vor dem Start. Während der Wiederholung des Zieleinlaufes wird dieser in Zeitlupe mit der Startnummer eingeblendet; unter der Startnummer steht dann eine Zahl. Diese Zahl ist die EVQ in der Schreibweise ":1". Nach dem Zieleinlauf des 4. Rennens in Dortmund am 9.11. steht dort die Zahl 137, also 1.370:10 für den Sieger Kanonier. Eine tolle Granate hat der Stall da abgefeuert. Also 100:10 weniger als beim Start ersichtlich. Das später 5:10 weniger gezahlt werden ist OK.
Doch wer die Siegquote beim Start im Kopf hatte, hat sich zu früh gefreut. Schon lange (seit Beginn 2018 mindestens) wird beobachtet, dass diese "just-in-Time" Quote sich wenig später "just" reduziert. PMU beeilte sich zunächst zu erklären, dass es sich nicht um Manipulationen handelt, sondern dass manche Annahmestellen mit solch langsamen Übertragungssystemen ausgerüstet sind, dass deren Umsätze erst nach dem Zieleinlauf dort eintreffen.
Nehmen wir mal an, es wäre so, ist es dann aber nicht merkwürdig, dass die Quoten nach unten rauschen - nach oben klettern so gut wie nie. Das riecht nach Trumpchen alternativen Fakten. Gäbe es das "Galopper-Forum" noch, so wären "Baroon" & Co schnell dabei zu erklären, dass es halt jene Annahmestellen seien, bei denen die echten "Profis" abgeben. Das mit den Profis würde ich ja glauben, aber WETT-Profis wären es nicht. Eher DFÜ-Freaks.
Nun erklärte PMU, dass man die Annahmezeit bei jenen Annahmestellen nach vorne verlegen würde, so dass spätere Umsätze (nach dem Start) nicht in den Toto gelangen würden. Aha.
Die Quoten vom Kanonier reduzierte sich wenige Sekunden später auf 1.365:10.
Mich erinnert die Geschichte an eine Geschichte aus den Jahren 1965 in Deutschland. Da hat ein pfiffiger Programmierer bei der Gutschrift von Zinsen (u.a. Buchungen bei denen ein Rechenvorgang zugrunde lag) das Ergebnis einer Rechenoperation immer abgerundet und die Hinter-Kommastellen 3 ff aufaddiert und auf ein gesondertes Konto überwiesen. Dass dieses Konto dann sein Konto war, ist sicherlich auch kein Zufall. Er flog auf, aber die Rechtslage war unübersichtlich. Den ein materieller Schaden entstand der Bank nicht, und den Kunden nun in Fällen der unterlassenen kaufmännisch üblichen Aufrunden. Ein Kunde klagt gegen ihn aber nicht. Am Ende blieb, soweit ich die Geschichte damals verfolgen konnte (noch kein INternet...) - nur die Frage des imateriellen Schadens, man einigte sich auf Entlassung ... den Zeugnisinhalt hat man wohl "abgerundet".... Wäre das heute ein Vorstand von VW & Co hätte man ihm wohl einige Millionen gezahlt - und zusätzlich eine Erfindervergütung...
Die Erklärung
- einfach, nur PMU hat es selbst noch noch durchschaut.
Seit Jahresbeginn (nicht genau abzugrenzen & zu durchschauen) hat PMU neben dem "Korpus" auch mindestens eine weitere - eigenständige Organisation. Wie gesagt, trotz Kontakten nach Frankreich habe ich den Stand retour bekommen: "nichts genaues weiß man nicht" . So wie ich verstanden habe, ist die Wettannahme mindestens für den Internetteil ein eigener Arm, der neben der Haupt-Orga agiert. Ähnlich wie hierzulande die Buchmacher die Wettvermittlung machen und dafür entlohnt werden, ist es dort auch. HIerzulande geht nur der Netto-Wettanteil (auch bei uns verschweigt man knöchern genaue Info) in den Toto. Und dieses Netto gilt beim RB als Brutto und somit empfängt der Rennverein auch keine durch (je nach Wettart) vollen €uronen, oder 50er Cents, sondern aus kleinere Anteile bevor man die Abzüge berechnet.
Wie weit die Ähnlichkeit geht ist unklar, aber eines ist schon klar: wenn die PMU-Internet-Orga ähnlich behandelt wird, so ist die Siegquote nur sehr vorläufig. Und, .... die endgültige Quoten kann niemals höher sein, weil man die genauen Abzüge (noch) nicht kennt. Das ändert sich erst, wie bei einem Geldzählautomat, wenn alle Herkünfte geklärt. Die unklaren und wandelnden Auskünfte von PMU deuten an, dass man nicht in jedem Krakenarm ein Verstand hat und so nicht besser erklären kann. Man weiß nicht einmal, erklärt das der Kopf oder der Arm ...
Ich bin ein Versicherungsfritze. Durch und durch. Ich wurde mehr oder weniger in das Produkt Lebensversicherung "hineingeboren". Meint: alles war so wie es ist. Aber bevor ich irgend etwas an dem Produkt in "meinen" Unternehmen geändert hatte, habe ich mich mit dem Thema Mathematik oder Recht oder Medizin gekümmert und bewertet. Soziologische und geologische Fragen abgeklärt. Glauben Sie, dass sich heute jemand die Zeit nimmt? Heute ist es doch einfach - einfach so, dass man das macht und bestimmt, was der einzelnen Bereich sieht, vertraut darauf, dass das Puzzle ein Bild macht. Notfalls rechnet man nicht - noch heute warte ich auf die mathematischen Grundlagen des längst entlassenen Mathematikers. Das erinnert mich sehr an den Dieselskandal. Da konstruiert einer ein Katalysator, ein Anderer einen Filter, der Nächste eine Abschaltvorrichtung. Was reinkommt weiß jeder (Diesel) war rauskommt auch (Staub) aber wieveil und warum --- moderne Zeiten. Charly Chaplin läßt grüßen. So hat man bei meinem Benz schon bei 30.000 KM für den "Sonderpreis" von 500 € den vollen Filter samt Sensoren und ähnlichen Geldfressern getauscht. Man wußte aber nicht ob er voll ist. Muss ja, da war je eine Fehlermeldung....
Aktuell Ort Re
aufgeführte Quoten wurden mit TIpp getroffen
Tipp (Nichtstarter) Einlauf (Starter)
Sieg 2er Zwilling
* Hochrechnung
Legende: Zahl Treffer :10 - kein Gewinn x nicht wettbar