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Sie haben es schon mitbekommen, ich bin überhaupt kein Freund von Platzwetten. Aber, natürlich hat diese Wette Berechtigung. Nennen wir es mal den Verkehrsübungsplatz. Vielleicht gibt es ja auch ein paar Wetter, die ein Händchen haben für Außenseiter. Wenn man sich auf 3-4 Außenseiter am Tag konzentriert, dann würde man sicher schon gewinnen, wenn nur ein Außenseiter “kommt”. Für Frischlinge ist die Platzwette genau richtig. Hier bekommt man hin und wieder Geld, hat so sein Erfolgserlebnis und vor allem sein Miß-Erfolgserlebnis. Während man nach einem Erfolgserlebnis die Überzeugung hat, das man gut genug ist, fragt man sich beim Misserfolg, woran es denn lag. Da ist es Pflicht nachzukarten! Man schaut man mal in die Zeitung und erkennt so langsam aber sicher, dass Eine oder Andere was man bislang wenig beachtet hat. Z.B. das “mein Pferd” beim letzten guten Lauf über eine andere Distanz ging oder es war ein besserer Jockey drauf, der Boden war schwerer als heute oder heute schwer und damals gut, oder man hat gar nicht erkannt, dass die Form in einer anderen Rennklasse erlaufen wurde. Also Platzwette, das ist wie beim Kartenspiel. Man fängt ja auch nicht gleich beim Pfennigs-Skat an, sondern zahlt sein Lehrgeld beim 1/10-Pfennig-Skat. Das war schon oft teuer genug. 

Um Ihnen mal aufzuzeigen, wie das Gewinnverhältnis aussieht hier eine interessante Perspektive (nach viel theoretischen Behauptungen folgen nun harte Fakten): bei einem beliebten Wettspiel im Internet - es geht um die goldene Ananas, also um die Ehre - tippen so um die 30 Wetter jeden Sandbahnrenntag ihren Favoriten. Jedes Rennen ein Pferd. Dabei wird in einer der beiden Wertungen so getan, als würde man je 10 € auf Sieg spielen und 10 € auf Platz. Bei 9 Rennen hat der Durchschnittswetter bei 90 € Einsatz nach den Rennen 67,50 € in der Tasche (75% des Einsatzes, weil ja 25% für die Organisation abgezogen wird). Bei diesem Spiel am 15. Februar 2004 waren es im Schnitt aller Spieler ziemlich genau 70 €, also etwas besser als der Durchschnittswetter. Was zeigt, das die hier Tippenden schon mehr Ahnung haben, als die Meisten. Die Besten unter Ihnen erzielten an diesem Tage bei 90 € Einsatz ein Reingewinn von bis zu 29 €. Nur 4 erzielten - nur über die Platzwette gerechnet - echte Gewinne! Also nur wenig mehr als 10% der hier - vielleicht nicht ganz repräsentativen - Menge. Die besten 10 kommen im Schnitt auf nicht mal 91 €! Da wissen wir nun Bescheid.
 
Einen Tag vorher waren in den 8 Rennen sieben mal Pferde aus dem engsten Favoritenkreis (hier die ersten 3 Favoriten) Sieger. So war es nicht verwunderlich, dass bei 8 Rennen der Schnitt von 60 € um ganze 7 € übertroffen wurde. Es hatten von 30 Wettern 11 auf die Platzwette mehr herausgeholt als eingesetzt. Der beste in diesem Fall sogar 55 €, 19 Leute hatten Verlust. Fairerweise muss man sagen, dass viele der Tipper in diesem Spiel wohl eher das Bestreben haben, den Sieger zu treffen. Es gibt aber auch Leute die schielen auf die Außenseiter. Also bleibt die Erkenntnis: Nur die Besten der Besten gewinnen hier.

Sie als Einsteiger, ja, Sie sind hier richtig. Gucken Sie sich die Formen an und wenn Sie noch kein Gefühl für die Pferde haben, machen Sie Platz, also wetten Sie ein Pferd auf Platz. Es geht ja nicht nur ums gewinnen, es geht ja auch um den Spaß. Für eine Achterbahnfahrt zahlen Sie 3 € und haben nach 2 Minuten Fahrt nichts mehr als das Kribbeln im Bauch. Bei einer Wette zahlen Sie 2 € und haben vor und während des Rennens, weit länger als 3 Minuten das Kribbeln im Bauch und nachdem vielleicht etwas mehr Geld im Portemonnaie. 

Platzzwilling? OK ich erklärs. Sie tippen zwei Pferde. Sie gewinnen, wenn eines der PFerde auf Rang 1 oder 2 angekommen ist, und das andere Pferd unter die ersten drei gekommen sind. Merkwürdig erklärt? Nein, früher hatte ich - wie das Direktorium - davon gesprochen, dass man zwei Pferde auf dem Schiein haben muss, die unter die ersten Drei  kommen. STOP! Diese Erklärung ist falsch, denn am 8. Janaur 2006 kamen zwei Pferde auf Rang drei. Und es ist und war nicht Sinn vier Kombinationen auszuzahlen. Deshalb die Korrektur das ein Pferd 1-2 sein muss, dass andere unter die ersten Drei. Unterschied: während es für die Kombination 1-2 einen Auszahlungstopf von 1/3 gibt, werden die Kombinationen 1-3 in 1-3a und 1-3b und 2-3 in 2-3a und 2-3b aufgeteilt. Dort gibt es dann jeweils des Hälfte des Drittel-Topfes.

Wieviel Möglichkeiten gibt es (im Normalfall) zu gewinnen? Drei, weil die Reihenfolge ja egal! Möglichkeit 1= I und II, Möglichkeit 2= I und III und 3.Möglichkeit II III. 

Auch wenn ich die Wette für eine Missgeburt halte - die Franzosen kennen diese Wette, aber die kennen ja auch keine Dreierwette sondern nur die Trio (die ersten drei in beliebiger Reihenfolge). Wir deutschen nehmen es doch immer so genau. Da hätte man lieber die PlatzEinlaufwette kreieren sollen, dann gäbe es 6 Möglichkeiten. Wenn man nur die drei in richtiger Reihenfolge als gewonnen deklarieren würde, dann gäbe es im Schnitt doppeltes Geld und mehr Einsätze. 
So jetzt zur Realität. Rein mathematisch (ich nun wieder) gesehen, sind es zwei Platzwetten mit der Maßgabe, dass im Falle das eine Platzwette gewinnt, der ganze Gewinn auf das andere Pferd geht - wobei dieser Teil dann steuerfrei bleibt=100% Auszahlung. Wenn eines der beiden Pferde nicht unter die ersten drei kommt,. hat man verloren. 
Wo ist der praktische Nutzen? Wieso fragen Sie mich dass? Ich habe die Wette nicht erfunden. Ich könnte mir die Wette nur in einem einzigen Fall vorstellen. Sie haben einen ganz dicken Hund und sind sicher, der kommt unter die ersten drei. Dazu sind Sie auch sicher - wie das Amen in der Kirche - dass Sie auch noch ein weiteres Pferd bestimmen könnten, das unter die ersten drei läuft. Dann sollten Sie eine DW machen. Ja, das wird teuer. Nun, zu diesem Thema,. werden wir uns bei der Einlaufwette noch mal zusammensetzen und hochinteressante Gedankenspiele anstellen, die Sie weiter bringen werden. Ich mache es kurz: eigentlich würde ich die Wettart verbieten. Aber da ich die Platzeinlauf (die Idee werden wir auch unter Einlaufwette abhandeln) nun mal da ist und ich Ihnen die Daseinsberechtigung ins Bewusstsein bringen soll, hier die Auflösung! Nehmen wir an und nehmen Sie hin ohne zu fragen,( die Antwort folgt unter Dreierwette bei der Berechnung und dem Thema überwetten und Selbstvertrauen und und) 12 Starter an. Sie haben zwei von denen Sie sicher sind, dass die “dabei” sind. Sie treffen, wenn Sie denn Recht haben, die DW wenn Sie diese beiden Pferde auf alle drei Plätze stellen und die restlichen Pferde als Kombi anhängen. Eine DW mit einem Sieger und einem Zweiten würde mit 10 Dritten = 10 Wetten = 15 € kosten. Da es auf den ersten 3 Plätzen für 2 Pferde 6 Varianten des Eintreffen gibt, kostet diese komplette (Irren-) Wette 90 €. Na wenn Sie es haben, man zu! Aber Sie haben ja nicht, denn Sie wollten ja nur soviel wetten, dass Sie es mit einem Lächeln verkraften alles zu verlieren. Und da sind vielleicht 2 € gerade richtig. Ja gut, machen Sie Platzzwiling und Sie haben nichts anderes gekauft wie die Dreierwette mit den beiden Pferden auf allen Platzen und alle als Kombi dran. Nur profitieren Sie nicht davon, wenn dazu noch eine Außenseiter kommt und Sie riskieren nichts falls ein Favorit mit reinläuft. Auch klaro!
Nur bitte machen Sie das nicht mit zwei Favoriten. 14:10 rechtfertigt das Risiko nicht. Machen Sie das nur, wenn mindestens einer der beiden 100:10 oder mehr zahlt. Versprochen? Dann erlaube ich es Ihnen doch.Neuer Text
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