G.J.S.J - Gute Jcokeys - schlechte Jockeys Diese Seite wird nach dem 11..04.2018 überarbeitet
Jose Luis Silverio
18. Juli 2009: Schon früher hatte ich Jose Luis Silverio für seine Ritte bei Trainer Sauer gelobt. Allerdings war er auf Pferden anderer Trainer nicht so sehr erfolgreich. Kann er nur mit Pferden umgehen, die er aus dem “FF” kennt oder hat er einfach nur schechtes “Material” bekommen. Nun, in der Tat hatte ich schon immer mal wieder “schlimme” Ritte gesehen, aber in aller Regel hat er wenig falsch gemacht.
Nun gibt es Anlass sich mit dem Jockey wieder zu befassen, denn der Sieger des heutigen 200.000-Viererwetten-Tip war einen Kommentar wert. Es sind 3 Dinge, die den Einfluss des Jockeys auf das Renngeschehen schon vor dem Rennen ausmachen: Er muss die Bahn und die Eigenarten dieser kennen, er muss eine gute Reitorder bekommen und er muss die Reitorder nicht nur umsetzen, sondern auch situationsbedingt variieren können. Und hier kam alles zusammen.
Im Vorfeld musste man als Wetter sagen: 16 Pferde auf der engen Bahn bei der eckigen letzten Kurve, der abfallenden Zielgeraden lassen nur den Pferde eine Chance, die beim Start unter den ersten 8 waren. Also insofern weniger Jockey-Vermögen als Glück. Aber die Jockeys, die beim Start Glück hatten, müssen entweder vorneweg marschieren (a la Neuss, Leipzig) oder aus der 2. Reihe eine gute Taktik haben. Die Realitätsnähe der “engen Bahn” konnte man im ersten Rennen der Rennwoche 2009 sehen, als Minarik mit dem haushohen Favoriten zu scheitern schien, weil er nicht an den NUR 5 Pferden vor ihm vorbeikam. Wenn er dennoch den haushohen Aussenseiter schlagen konnte, dann nur, weil der exakt in der Distanz am Ende der Kräfte war.
Der Ritt und die Order in dem besagten 6. Rennen kann man nur lobend anerkennen. Aber mir schien eines ganz entscheidend für den Sieg zu sein: Bahnkenntnis. Die Zielgerade in Bad Harzburg geht nicht nur bergab, sondern fallt geologisch betrachtet zum Zielturm hin ab, d.h. an den Aussenrails ist der tiefste Punkt der Bahn. Wer diesen Punkt anvisiert, gleicht die minimal längere Wegstrecke mehr als aus. Ich habe mir vor 2 Jahren die Einlaufgerade und das Gefälle gaaanz genau angeschaut. Ob diese Kenntnis nun dem Jockey vermittelt wurde, oder ob Jockey Silverio dies selbst ermittelt hat, sei dahingestellt. Fakt ist, das innen Shadwell (Nr. 10) sofort bei Erreichen der Geraden in Front war, weil er das Rennen selbst mitbestimmt hat. Anders aber die folgenden Pferde, Dulce et Decorum (Nr. 5) und der bis dahin sieglose Jallah - Trainer Stoltefuß (Nr. 14). Diese beiden Kandidaten lagen in der 2. und gar 3. Reihe. Sofort “segelte” und anders kann man das wirklich nicht bezeichnen, Cevin Chan mit Dulce et Decorum nach aussen und war für das Auge sofort und leicht erkennbar die zunächst bestimmende Figur im Gebilde. Doch dann kam von noch weiter her aus der 3. Reihe Jallah uns segelte noch weiter aussen und war fast schon in diesem Moment die einzige Gefahr für das Palz-Pferd. Die Gerade in Harzburg ist wie gesagt sehr kurz und so war zwar klar, dass Shadwell ausser diesen Protagonisten keinen Gegner mehr fürchten musste, aber vorne ging Dulce et Decorum eigentlich besser als Jallah. Andre Best hatte es beim Weg zum Start des 2. Rennens vorgemacht: in Harzburg muss man sich rühren und weniger die Peitsche als den Körper ins Spiel bringen, will man das Pferd beeindrucken. Und genau das tat Jose Luis Silverio in überzeugender Weise. Das war ein Glanzritt! Ich hoffe, die Trainer haben genau hingeschaut und analysiert, was geschah. Wenn sie dann diesen Jockey engagieren und dazu die richtige Order samt korrekter Infos zur Bahn geben, dann ist Silverio nicht so schlecht, wie die Pferde, die er meistens reitet. Weiter so Jose Luis! Was dem “Glückspilz” weiter zu Gute kam, war die Tatsache, dass der Vierte der größte Aussenseiter des Feldes - Scaerleone - war. Insofern ist es natürlich richtig, dass ein “Glückspilz” gewonnen hat. Glück und Können sind halt die beste Paarung!
Papke, Maira.
14. Januar 2006, Dortmund 5. Rennen.
Mir fiel das "Mödchen" schon in HH auf. Oder besser gesagt meiner Mutter. Ich hatte mit meinem Tipp nicht ganz so viel Glück, es war auch kein Pech. Es war Maria Papke! Kaum hatte ich gesagt "schade, wenn die Zweite wird, dann schnackelts" ... jubelte Mutter aus: "Ich hab die Dreierwette" - man muss wissen: Mutter tippt immer nur eine Dreierwette "geradeaus" nach Muster Jockey+Jockey und auf dem 3. Platz Gefühl oder Jockey. Respekt sagte ich, das Mädchen ging gutes Rennen. Eine der ganz wenigen Reiter in unserem Lande, die den amerikanischen Stil bevorzugen. Mehr dazu gleich. Damals war es noch einfach. Sie ging vorne weg immer eine Länge vor dem nächsten Gegner, ganz nach Order. Braucht nur das Glück haben, dass keiner zu viel Dampf machte. So ging es damals Start-Ziel. Heute war es anders. Das Tempo war nicht schlecht. Sie mußte sich schon etwas rühren. Nicht mal Subi kam mit To All mit, obwohl er vorne gehen wollte. Die Frage, gehe ich nach vorne oder nach innen beantwortete sie mit, ich bleibe in zweiter/ dritter Spur aussen, ging einen Strich. Innen führt Pedroza, der auch eine tiefe Haltung innehat, aber nicht ganz so amerikanisch, weil er den Po immer in den Himmel steckt - der Rücken aber auch ganz ruhig. Maria Papke, hat eine Linie, der Kopf noch etwas hoch, da würde eine Wasserwaage keine Bewegung und eine ebene Fläche melden. Die Knie fangen alles ab, schonender kann man ein Pferd nicht über den Kurs bringen! Da das Tempo etwas varierte, war sie (respektive das Pferd) mal mit Nase in Front oder auch nur Dritte. Zu Beginn der Gegengerade merkt sie, Veltins verliert den Rhythmus, Zeichen der Schwäche. Sie nimmt beide Fäuste zusammen und stellt sie nebeneinander auf den Pferdehals - drückt kurz und energisch, das Pferd geht einen Tick schneller und vor allem besser. So langsam schiebt sie in einer nur ganz gering gesteigerten Geschwindigkeit das Pferd vorbei; doch bevor sie den kurzen Weg einnehmen kann, schiebt Suborics sein Pferd energisch innen am nun wankenden Veltins vorbei neben das Papke-Pferd. Schon Ende der Geraden sah man die Quittung. Alles im Rennen hatte sich verschoben, der eine hatte sein Pulver verschossen, der andere mußte nun die ersten Reserven freimachen um die Position zu verbessern. Maria saß immer noch ruhig als wenn Sie die Kaffeetasse in der Hand hielt. Subi schob den Gegener nun gewaltig, setzte sich kurz hinten rein um das Pferd unter dem Hintern nach vorn zu drücken, hatte Mühe ihn bei Laune zu halten. Der Favorit On my Own mit Norman Richter, taktisch klug immer an Position 5 und in einer Pace gehalten, wurde so ohne Gegenwehr schon Dritter, weil ihm innen alles entgegenflog. Norman machte in der Kurve bald ernst, Subi schob und schob. Ende der Kurve stellte Maria die Kaffeetasse ab, nahm die Peitsche rechts innen geführt kurz nach oben neben das wachsame Auge des Schützling, tickte kurz und kräftig die Schulter an und schon begannen die Muskel verstärkt ihre Arbeit. (Man merkt, ich lese Dick Francis, oder?). Das Pferd gewann Meter um Meter, On my Own setzte sich von den Gegnern ab, kam aber nicht heran. Erst jetzt sah man, dass Maria den Popo etwas tiefer setzte um das Pferd hinten heraus zu drücken - bereitwillig tat das Pferd was es sollte und machte sich lang und länger. Die zweite Mahnung per Peitsche kam schon nicht mehr in Betracht, das Rennen war unter Dach und Fach. Klasse Ritt. Stilvoll, ästhetisch und ohne jeden Tadel, weil die Peitsche dezent eingesetzt. So wünschte ich mir alle Rennen. Da gibt es einige “Alte Hasenâ€, die sich dieses Video in aller Ruhe anschauen sollten, bis es begriffen wird. So werden Pferde nicht "hart", sondern behalten Freude am Rennen ein Leben lang!
Suborics, Andreas 14. Januar 2006, 5. Rennen
Ich muss nichts mehr sagen, weil alles im Beitrag zu Maria Papke gesagt wurde. Nur soviel: Die Jockeyship von Andreas Suborics war beeindruckend. To All hat bislang wenig gezeigt. Darum nahm man sich vor, dass Pferd mehr von vorne zu reiten. Leider kam das Pferd - es fehlt (noch?) an Grundschnelligkeit - nicht weiter nach vorne. So bugsierte Subi sein Pferd im Mittelfeld liegend sein Pferd ganz nach innen. Dem Risiko das innen alles versperrt wird, stehen 20-40 Meter längerer Weg aussen entgegen. So wartet er hinter den Gegner in 3. Reihe. Bald schon ergibt sich in der Kurve, dass das vor ihm liegende Pferd etwas nach aussen tendiert und er Durchschlupf findet. Wenig später ist der Führende am Ende und wankt - typisch für müde Pferde - mal nach aussen und wieder zurück. Genau das ist der Moment, wo er sich hinten reinsetzt, der Subi und das Pferd durch das Nadelöhr innen vorbeibringt und der Gegnerin (Maria P.) die Spur versperrt. Nur Pech, dass dem Pferd der letzte Dash fehlt und er weiter reiten muss und reiten und reiten. Es sieht immer wieder so aus, als wenn das Pferd den Dienst quittiert, mitnichten, Subi gibt nicht auf und den Ton an. Er lässt dem Pferd erst Ruhe, als er im Ziel Riverba hinter sich links sieht und ist auf dem DW Schein. Harte Arbeit wird mit neuen Ritten belohnt und vom Applaus der Fans! Danke Subi, es macht immer wieder Spaß, Ihre Ritte anzuschauen. Da führe ich gerne die Riege der Subi-Fans an (ich muss nur zeitweise raus, weil ich auch andere Jockeys gut finde, die Marias und so). 08.10.04,
4. Rennen in München, liegt in guter Fahrt mit Regent Lakes von anfang an in Front. Als die Gegner Ende der Kurve kommen und gleich vorbei gehen, hält “Subi†sein Tempo, geht nicht unnötig mit. Er bleibt aber immer bei den vorderen Pferden. Er bewahrt so die Reserven, um kurz vor Ziel seinem Pferd zu flüstern: es geht los. Und es ging los. Das Pferd schoß überall vorbei zum lockeren Sieg. Solche Ritte sah man früher nur von Tylicki! Weltklass
Pregel, M.:
23.04.05, Dresden 6. Rennen. Ich sagte ja der Junge kann reiten. Er hat nur ein nervliches Problem, ist wohl zu aufgeregt und nimmt zu Beispiel in München gern mal die äußere Spur in der Kurve. Habe ich ja oft gemeckert. Nun hat er es mal anders und sehr gut gelöst. In der Kurve wird es eng und vor allem schnell. Er taxiert das Tempo korrekt als zu schnell. Wer jetzt, in der Kurve kommen will, muss weit aussen herum. Daran scheitern ein guter Jockey wie Cook und ein erfahrener wie Czachary. So ist Pregel mit Turbo Molly Ende der Kurve ganz dicht bei den vorderen Pferden innen, während sich die Angreifer aussen um 30 Meter nach hinten versetzt, aber in Angriffsposition wiederfinden. Auch Anello hat weite Wege nehmen müssen. Urplötzlich kann Pregel die Stute flottmachen und ist bald an der Spitze neben Sidonia und im Ziel nach Zielfotovergrößerung im toten Rennen auf Platz 1. Genau so reitet man Rennen: clever, mit guten Nerven und vollem Einsatz (was ja nichts mit der Peitsche zu tun haben muss!). Gut so! Mach weiter so, dann kommen noch einige Siege hinzu.
Richter, Norman: Köln, 23.04.05 2. Rennen: Er liegt mit Iason kommt nach ruhigem Start bald in das Rennen. Hat bald aussen einen Moment und rückt schön auf. Als er zwischen der 2. und 3. Reihe ankommt erreicht das Feld die Kurve. Anders als viele Reiter reitet er nun nicht weiter aussen herum und verschenkt Meter um Meter, sondern nimmt das Pferd nach innen und geht in 3. Spur durch die Kurve. Kaum ist das Ende der Kurve erreicht, nimmt er das Pferd etwas nach aussen, findet sofort eine Lücke und zieht unaufhaltsam vor das Feld. Wieder mal ein Riesenritt vom Speedspezialisten Norman Richter!
Branecka, Erika:
Dresden am 23.04.05 2. Rennen. Reitet Sie oder hält sie sich fest? In Position zwei liegend neben Königsbotin geht sie in die letzte Kurve. Plötzlich strebt das Pferd aus der 2 Spur in die 5 oder gar 6. ohne das die Reiterin versucht mit Gewichtsverlagerung das Pferd innnen dicht neben dem Konkurrenten zu halten. So verliert sie schon wertvolle Meter. Kaum in der Geraden, sie sitzt mit dem Po etwas nach rechts versetzt, wackelt mit den Zügeln, aber sie schiebt nicht. Dann ein Klapps rechts vom Pferd und Ende. Nun nimmt das Pferd wieder das Geschehen an sich (gab es das jemals ab?) und weicht nach innen und behindert den - allerdings chancenlosen - Prairiewolf. Glückwunsch Herr Grube, wenn ich mal einen Esel habe, gebe ich den zu Ihnen ins Training!
Kungucu, Steffi( geb. Hofer) 06.02.05: I ch sage noch "Steffe...! und die versiebt es. Warum die Rennleitung die Reiterin befragt, verstehe ich nicht. Konnte doch jeder sehen. Wie bei solchen Rennen immer, gehen die Aussenseiter nach vorne und versuchen das Tempo zu verschleppen. Dann gegen Ende ist auch gegen solches Pferd genügend Kraft, weil nicht verpulvert, da um das Tempo langsam aber sicher zu steigern, so dass der Favorit das “mehr†im Tank nicht reicht um heranzukommen, wenn, ja wenn “das†Pferd nicht sein Rennen macht, sondern sich ein Rennen machen läßt. Ob aussen gehend oder nicht (aussen ist in Dortmund oft garnicht so schlecht! Siehe l8. Rennen am 5.2.05) war nicht ausschlaggebend. Jeder weiß, dass das Mädchen keine Erfahrung hat und nun weiß auch jeder, dass sie kein Tempogefühl hat. Sonst hätte sie diese Taktik - warum hat Papa sie nicht gewarnt? - erkennen und schon in der Gegengeraden kommen müssen. Das Pferd braucht eh immer einige Meter um wirklich anzuziehen. Die Reiterin schob erst, als die vor ihr gingen und dann reagiert das Pferd erst nahc 50 Metern und schon war die Lücke zu groß. Also wieder ein Kapitel "GJSJ"
Sauer, Melani: 26.12. Rennen 5. Rennen, Neuss:
ein ganz cleverer Ritt von Melanie Sauer. Ganz außen muß sie in das Rennen. Sie orientiert sich nicht überhitzt zur Mitte. Man sieht deutlich wie sie die Gegner taxiert. Sehr schnell erkennt sie, das Tempo ist dieses Mal eher vernünftig, also geht sie an die vorderen Pferde heran, aber zunächst nicht vorbei. Auch als Imperial Lark einen Vorstoß macht (Order? Das Pferd muss mehr aus der Reserve kommen, obwohl zugegeben das Tempo zeitweise zu sehr verschleppt wurde. Insofern zu dem Zeitpunkt mögliche Variante) bleibt Melanie Sauer ruhig und bleibt beim Tempo. Dann kommen die Lücken und sie ist bald aussen zweite. Mitte der Geraden klarer vorne bis Bengasi kommt (das sah besser aus als im 3. Rennen). Kurz schien es eng zu werden, aber Melanie wirft alles in die Waagschale und holt auf den letzten 30 Meter ihren Vorsprung heraus. Klasse! Besseres haben wir derzeit mit Erlaubnis nicht zu bieten, besser geht es auch kaum.
Und streng genommen setzt sie im 7. noch einen drauf: Apianus macht die Pace und Melanie läßt dem Pferd Zeit. 1900 Meter in Neuss, da kann man Meter sparen. Geht innen immer auf dem letzten Platz. Auch wenn die Gegner nicht zu verachten, aber wenn es geht, dann nur so! Immer schön dranbleiben und dann in die Südseite (vorletzte Gerade). Jeden geschenkten Meter einsetzend geht sie nun ganz nach aussen. Beinahe nebeneinander gehen alle 6 Pferde bis die letzte Kurve kommt. Die gesparten Meter fraß die letzte Kurve - gut aber da war ja das geschonte Rennen. Ganz aussen, ohne jede Störung und ohne Risiko kommt sie dem führenden Lysander immer näher und näher. Ohne das Fehlgewicht des später disqualifizierten Siegers hätte es sicher gereicht. Da hat sie es den Profis aber mächtig gezeigt.
Figge, Michael
- 3. Rennen, Neuss :
der meiner Meinung nach überschätzte M. Figge zeigt sein "Können": in der Zielgeraden angekommen steht er - wie ein Radrennfahrer nach dem Ziel - vollkommen aufrecht. Auch wenn Pan Krischbin behauptet "jetzt kommt Oasis Song", es war nicht so. Erst als Moqui Marble und Sharp Maid vorbei sind, kommt die rechts geführte Peitsche (hat er oder hat er nicht) und begibt sich in Rennhaltung. Nun verliert das Pferd keinen Meter mehr, eher kommt er näher. War das das Können eines designierten Champions? Nachzusehen unter galopprennen.tv - wenn man dort ein Guthaben hat...
Riese, CIlla
Neuss, 14. November 2004, 10. Rennen:
Und was habe ich zu Cilla Riese (Nomen est Omen) gesagt? Macht seit langem mal wieder ein Rennen in Deutschland und gewinnt wie sie will. Ein grandioser Ritt. Anders als ich erwartete (und beim letzten Rennen so praktiziert) ließ sie das Pferd langsam auf die Beine kommen, ging aussen in aller Ruhe an die Pacemaker heran und - nur mit den Händen geritten, welche Delikatesse! - nach vorne und verabschiedete sich nach Belieben. Nachdem ich mich vor 9 Monaten über einen Ritt der Cilla negativ äußerte, reagierte sie mit Trotz und zeigte es mir: ich kann mehr als du denkst. Stimmt, da hat sie Recht und beweist ein Kämpferherz! Das gefällt mir! Seit Monaten weise ich darauf hin: eines der größten Talente unter den Amateurreitern und niemand merkt es! Nur eine Ausnahme wohl:
Frau M. Weber ritt das Pferd nicht selbst, sondern gab es - obwohl im Bereich des eigenen Gewichts - der Reiterin mit Zukunft. Kompliment Frau Weber! Ich bin gespannt, wann die anderen Trainer es endlich merken Cilla ist ein Riese, der kleinste Riese vielleicht, aber sie finden Sie mal eine bessere Nachwuchsreiterin...
Nemeth,Sandor
- Neuss, 14. November 2004:
So kam Sandor Nemeth - und wenn es ihm einer gönnt, dann ich - zu seinem zweiten Tagessieg und in der neuen Sandbahnsaison sogar zum 3. Sieg in nur 10 Sandbahnrennen (die er ritt) und dazu auch 3 zweite Plätze; also 60 % aller Rennen in der Dreierwette. Welcher “Große†kann das nachweisen? Auf Sandor Nemeth weise ich seit 9 Monaten hin. Trotzdem bekommt es selten “gute Dinger†und macht seine Siege oft zu hohen Odds. Nun hat man allerdings langsam den Namen verinnerlicht, so dass die Quoten kaum noch 3-stellig sind. Nur eines muss er nun noch lernen: in der Endphase die Peitsche schwingen und nicht permanent einsetzen. Dann kann er wirklich in die Spitzengruppe vorstossen. Also Sandor, mal das 3. Rennen vom 31.10.04 in Mülheim anschauen. Na sonst hat Sandor ja nun den Schlüssel gefunden und nähert sich der Perfektion. Alles Gute weiterhin - und vor allem viele Ritte, denn nur dann kommt man weiter (stimmt schon Ihre These Frau R.!).
Schlotthauer, Andreas
Magdeburg, 9.10ö.04 2. Rennen
Legt die bestechend gehenden Red Sun in 7. Spur um alle Ecken. Nur in letzter Ecke in Spur 5. Verliert so rund 50-70 Meter. Wie soll da ein Pferd noch gewinnen können? Man kann zwar in Magdeburg nicht vom letzten Platz gewinnen (viel zu kurze Einlaufgerade), aber aus der 7. Spur auch nicht. Da legt man sich in 2. Reihe in Spur 2-3, notfalls gar in Spur 1, da hat man dann noch alle Chancen. Lieber Andreas, Rennfilme der Orte vor dem Ritt studieren. Rennfilm des Rennens zeigt Dir dann: Der Sieger lag immer in drittletzter Position und sparte Meter. Kam dann am Ende gut auf und in 4. Spur in Zielgerade wo Reiterin dann nach ganz aussen ging und locker gewann. Dahinter übrigens auf Platz 3 das Pferd, was lange gaaaaanz hinten
Panov, Wladimir
1. 9.10.04 2. Rennen in Magdeburg Lady Revens kommt schlecht aus der Box. Panov läßt das Pferd einfach in Ruhe hinter dem Feld und geht erst auf die letzten 800 Meter näher heran und in der Geraden nach aussen genommen an den Gegnern noch locker auf Platz 3. Beim besseren Start ist das beim nächsten Start wohl schon ein Sieg.
2.9.10.04 7. Rennen in Magdeburg. Versteckt das ganze Rennen über Ciano im Feld. In der Einlaufgeraden nur mit den Händen geritten und ganz amerikanisch (flach wie eine Flunder!) schiebt er das Pferd Meter für Meter an den Gegnern vorbei zum Sieg. Da hätten andere Jockeys 3 Peitschen verknallt. Klasse Wladimir!
Aktuell Ort Re
aufgeführte Quoten wurden mit TIpp getroffen
Tipp (Nichtstarter) Einlauf (Starter)
Sieg 2er Zwilling
* Hochrechnung
Legende: Zahl Treffer :10 - kein Gewinn x nicht wettbar