R.O.I. - Return of Investement Diese Kategorie unterteile ich in zwei Dinge: hier finden Sie Text zum Thema. Aber auch auf der Unterseite - Quotenbarometer finden Sie in diesem Sinne Informationen. Dort wird per Excel und und einen HIlfsprogramm ermittelt, an welchen Orten es mehr oder auch weniger attraktiv ist eine Zweier oder Dreierwette zu riskieren. Mehr dazu hier ....
Irgendwie denkt man da gleich an Siegfried und Roi, die in Las Vegas ihre weißen Tiger bändigen. Na ja, so ganz falsch ist der Vergleich nicht, den hier geht es darum, den Wett-Tiger in Ihnen selbst zu bändigen. ROI ist - wie so vieles im “Business” - ein amerikanischer Begriff und heißt: return of Investment. Auf deutsch und auf Wetten umgemünzt heißt dies nichts anderes als: mehr zurückbekommen, als man einsetzt, kurz
G E W I N N !
Ich möchte die Sache von der Logik her angehen. Die einfachsten Möglichkeiten zu verlieren sind:
die falsche Wettart wählen
zu viel Pferde wetten.
Zäumen wir das Pferd von hinten auf, denn dies ist die einzige Art beim Satteln einen Tritt vom Pferd zu bekommen. Zuviel Pferde wetten. Am schnellsten begreift man dies an der Siegwette. Zuviel Pferde ist ganz sicher, wenn Sie alle Pferde in einem Rennen wetten.
Ja, das ist gut gesagt, aber wenn einer der Außenseiter gewinnt, dann habe ich gewonnen.
Guter Konter? Nein, denken wir uns doch nur mal ein 3-Pferde Rennen: 50% der Leute tippen auf die Nr. 1, 40% tippen auf Nr. 2 und 10% auf Nummer 3. Die EVQ wären dann: 15-18-75. Sie gewinnen (bei Einsatz je 10 €) im Siegesfall der 3 = 75 € Gewinn minus 30 € Einsatz = 45 €. Sie verlieren im Siegesfall der 1 = 15 € (30 € Einsatz minus 15 € “Gewinn”) und im Falle des Sieges der 2 verlieren Sie 12 € (30 € Einsatz minus 18 € ”Gewinn”). Dieser Wetter kann also nur gewinnen, wenn er die 3 tippt. Wettet er nur die 3, gewinnt er entweder sogar 65 € (75 € minus 10 €) oder verliert nur 10 €! So einfach ist das! Da viele Wetter solche und ähnliche Fehler machen, ist es gar nicht so schwer, auf einer Rennbahn Geld zu gewinnen. Man muss nur Regeln beachten. Also nicht so blöd zu tippen, wie die hier genannten Wetter.
Dieser eben genannte Fehler, wird von Anfängern und alten Hasen mit Wettneurose besonders gerne bei der Platzwette gemacht. Hier spielt bei vielen Leuten die Überlegung eine Rolle, dass (ab 7 Pferden) ja drei verschiedene Pferde zum Geldempfang berechtigen - ich nenne es jetzt nicht mehr Gewinn. Ich erspare mir die - für viele zu komplizierte - Vorrechnung von Quoten. Schauen Sie sich einfach mal die Platzquoten nach einzelnen Rennen an und addieren diese. Sie werden äußerst selten auf eine höhere Zahl kommen als Starter mal 10. Spätestens wenn Sie alle Platzquoten eines Renntages addieren und die Gesamtzahl der Starter mal 10 genommen haben, stellen Sie fest, ein ROI ist nicht vorhanden! Kein Roi - kein Siegfried
Zwei Sieger? Da kenne ich eine ganze Menge von “Experten”. Zu einem erlaubten Gegenargument komme ich auch noch. Was heißt es, zwei Sieger zu setzen? Nun, sagen Sie vielleicht, “doppelte Chance”. Stimmt, doppelte Chance zu verlieren, sage ich. Warum? Ja, was glauben Sie denn, wie viele Sieger Sie an einem Renntag vorhersagen können? 5 Sieger aus 8 Rennen? 4 Sieger, 3 Sieger? Ich werde Ihnen mal was sagen: an einem “normalen” Renntag gewinnen 2 bis 3 Favoriten. Ein bis zweimal gewinnt einer, den man nach keiner Form auf den Zettel haben konnte, und der Rest ist graues Mittelfeld. Jeder sollte eine Statistik über seine Wetten führen, damit er nicht nur “aus dem Bauch” heraus weiß, wie gut er ist, sondern alle seine Schwächen und Stärken erkennt. Es gibt tatsächlich Leute, die haben ein besonderes “Händchen” für Außenseiter. Andere stellen fest, dass sie bei 3jährigen besonders erfolgreich sind oder in Köln oder auf 1600 Meter. Hier ein Vorschlag für Ihre Siegesstatistik. Schreiben Sie auf einen Block folgende Überschriften auf:
1.Sieger Einsatz Zurück 2. Sieger Einsatz Zurück. Ort Rennart Distanz.
Suchen Sie sich einen 1. und einen 2. Sieger aus. Addieren Sie alle Einsätze und Retouren des 1 Siegers und dann gleiches beim 2. Wieviel hätten Sie gewonnen oder verloren? Beim 2. müssen Sie die Einsätze und Retouren des 1. natürlich hinzurechnen. Nach frühestens 50 Tipps wissen Sie, ob Sie fit genug für Sieg sind und erfahren, dass mit dem 2. Sieg Ihr Gewinn fällt - oder steigt sogar Ihr Verlust? Führen Sie die Statistik immer weiter Ohne etwas Arbeit kein Gewinn - irgendwie wie im richtigen Leben, nicht wahr!
Zwei Sieger wetten ist höchstens in 2 Rennen am Tag zu empfehlen. Und dies auch eher in der DW als beim reinen Sieg. Die Antwort wird Ihres Statistik geben! Wie oft hatten Sie denn den Sieger in der 2. Reihe stehen?
I
ch war so froh, als die ITA-Wette abgeschafft wurde. ITA! Das war die Siegwette für Verlierer. Oder genauer: Der Wetter musste den Zweiten vorhersagen. Das macht vielleicht Sinn, wenn man in einem Rennen den Favoriten, der 12:10 zahlt nicht wetten will, aber “genau” weiß, wer Zweiter wird. Aber nein, diese Wette wurde ganz anders genutzt! Irgendwann macht jeder mal die Erfahrung, dass “sein” Sieger Zweiter wird. Und wie ärgerlich ist es erst, wenn er knapp geschlagen wird. Nach Zielfoto und Vergrößerung. Und da die Menschen nicht so sehr genau sind wie sie glauben, haben sie langsam aber sicher den Eindruck, dass sie dauernd den Zweiten als Sieger tippen (passiert Ihnen ja nicht mehr, denn Sie führen Statistik!). Schlau wie sie sind, wetteten sehr viele Menschen deshalb Sieg und Ita. Ist eine “Rückversicherung” sagte mein Vater immer. So wußte ich schon lange bevor ich in die Versicherungslehre ging, dass Rückversicherung absoluter Blödsinn ist. Doch ich sah mich in Bezug auf den Wegfall der Doppelwette getäuscht. Als Ita abgeschafft wurde, wettete “alle Welt” nun Sieg und Platz. Ich halt’s im Kopf nicht aus. Da ist jemand so überzeugt von seinem Tipp, dass er sagt “der gewinnt” und legt 2 € auf den Tresen, um in der nächsten Sekunde zu sagen “vielleicht” und packt noch 2 € hinzu. Ja, Sie sind schlauer! Sie haben ja erkannt, dieser arme Tropf verliert, wenn’s dumm kommt, das Doppelte, wenn er Glück hat gewinnt er aber nicht das Doppelte, da Platz ja weniger zahlt (von seltenen Fällen abgesehen). Und wenn er Pech und gleichzeitig etwas Glück hat, ja dann liegt sein Ergebnis irgendwo zwischen weniger verloren und etwas gewonnen. Also totaler Blödsinn! Oder? Na gut, in einem Fall akzeptiere ich die Sieg-Platz Wette, aber nur in diesem Fall: Sie haben einen riesengroßen Spaß - manche sagen auch “Mumm” - einen ebenso grossen Außenseiter zu tippen. Sage mal 300:10 oder noch höhere Quote auf Sieg (EVQ, klar). Also dass sind die “Dinger” die auch auf Platz manchmal 100:10 oder mehr zahlen. Das mache ich einmal im Jahr, nämlich dann, wenn im Derby ein Pferd läuft, was nur ich sehe, aber nur auf Platz. 100:10 habe ich auch noch nicht sehr oft erzielt, aber 50:10 ist so schwer nicht! Aber Sieg/ Platz auf ein Pferd was 40:10 Sieg bringt, das bringt auf Platz - je nachdem wer noch mit reinläuft 15 bis 25:10. Nee, danke! Also Selbstvertrauen auch hier! Was ich ebenfalls “noch” akzeptiere ist - so als Übergang von Sieg auf dem Wege zur Dreierwette habe ich dies genauso und erfolgreich gemacht - Sieg auf “A” und Einlauf auf “B-A”. Also wenn man glaubt der gewinnt, aber einen zweiten sieht, der auch gewinnen kann. Aber es macht auch nicht gerade Sinn, wenn Sie das mit Favoriten machen. Da zahlt der Sieger 20:10 für den Favoriten und wenn er nur 2. hinter dem 2. Favoriten wird, gibt auch nicht mehr als 60:10. Nein, da muss schon Musik drin sein. Ich hatte immer einen dabei, der so 80 oder mehr zahlte. Meist so, den der mehr zahlt als Sieg, und mit dem zweitbesten als Einlauf in der Reihenfolge zweitbester vor bestem. Dabei war aber die Entscheidung aus dem Bauch die wichtigere als die mögliche Quote. Ja, das ging ganz gut. Und brachte mich zur Dreierwette. Wie gesagt, dies gilt als die Krone, obwohl es eigentlich von zu viel Zufällen abhängt, ob man sie trifft oder nur einen guten Bekannten. Profi(t)wetter bevorzugen die Siegwette. Das ist genauer zu kalkulieren. Um mal so eine Größenordnung anzudenken: der frühere Jockey Dick Francis, schreibt heute Romane aus dem Galopprennmileau. In einem seiner Bücher (trage ich noch nach) beschreibt er, dass man nach dem Leben des Computerspezialisten trachtet, der ein Programm geschrieben hat, welches 35% aller Sieger vorhersagt. Also dies muss eine Größe sein, die ein normaler Profi nicht erreicht. Bei der Dreierwette, ich gehe mal gradlinig und mathematisch vor, wäre es demnach nicht möglich, dass jemand mehr als 6% aller Dreierwetten vorhersagt (35% Sieger, aus dem Rest - weil ja weniger Pferde zur Auswahl stehen meinetwegen 40% und auf den 3. Rang dann 45%). Oder drücken wir es so aus: alle 2 Renntage eine. Nun, wenn ich mal daran denke, dass die Quote in der DW ja nicht immer 10.000:10 ist, sondern auch mal 40:10 oder irgendwas dazwischen, so kann ich mir vorstellen, dass es gute Wetter auf eine pro Renntag im Schnitt bringen. Also mal mit 40, mal mit 10.000. Einer von meinen Bekannten, das nur zur Untermauerung, ging seit 100 Jahren zur Rennbahn (oder wenige Jahre weniger) und hatte bis zum Tag X noch nie eine Einlaufwette getroffen, die 1000:10 zahlte. Der arme Tropf. Nach Befolgung meiner Ratschläge liegt nun sein Rekord bei 33.000:10 in der Dreierwette. Ist doch nicht schlecht, oder? Aber genau dort liegt die Tücke der Dreierwette. Man glaubt an eine große Quote, weil man einen als ersten sich denkt, der um die 100:10 zahlt und ein anderer sogar 200:10. Dass wären ja schon 2.000 in der Einlaufwette, naja fast, und der dritte das könnte ... teuer werden. Wenn Sie wieder daran denken, dass Sie sich Regeln schaffen sollen, dann gehen Sie mit einem festen System an die Sache ran. Sie treffen nicht immer, aber in der Relation Ihrer Einsätze nicht weniger. Kleines Beispiel? Sie stellen fest, dass Ihr “Sieger” - siehe Statistik oben - meinetwegen bei 50 Rennen 12 mal gewonnen hat, 11 mal zweiter war. Nun kommen Sie auf die Idee diesen Sieger in der Dreierwette auf Platz 1+2 zu wetten. Toll, doppelter Einsatz, doppelter Verlust! Ach ja, doppelter Gewinn, wenn. Aber wäre es so schlimm, wenn Sie Ihr Risiko minimieren und die DW nur mit “Ihrem” Sieger auf Platz 1 machen und dafür nur jede 2. Woche gewinnen? Wenn Sie jede Woche gewinnen wollen, könnten Sie - wenn es dumm läuft - jede Woche auch doppelt so viel verlieren. Wie war das noch mal? Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst.
Aktuell Ort Re
aufgeführte Quoten wurden mit TIpp getroffen
Tipp (Nichtstarter) Einlauf (Starter)
Sieg 2er Zwilling
* Hochrechnung
Legende: Zahl Treffer :10 - kein Gewinn x nicht wettbar